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Was beinhaltet die Psychotherapie?


Psychotherapie ist die Behandlung von psychischen Erkrankungen mithilfe von wissenschaftlich anerkannten Verfahren. Psychische Erkrankungen können das individuelle geistige und körperliche Wohlbefinden und stark beeinträchtigen sowie das Erleben und das Verhalten stören. Leid, Angst und Verunsicherung können auftreten, die Lebensqualität kann eingeschränkt sein.
Eine psychotherapeutische Behandlung erfolgt über das persönliche Gespräch. Spezielle Methoden und Techniken können es ergänzen: Beispiele hierfür sind die freie Mitteilung von Gedanken und Einfällen, konkrete Aufgabenstellungen mit dem Ziel, Ängste zu bewältigen, und – wie in der Therapie von Kindern – spielerisches Handeln.
Die psychotherapeutische Behandlung hilft dabei, psychisches Leid und psychische Krankheiten oder Störungen durch das Gespräch mit einem Therapeuten zu lindern oder zu bessern. Der Therapeut ist hierzu speziell ausgebildet.
Die Behandlung kann mit dem Therapeuten alleine oder im Rahmen einer Gruppentherapie stattfinden. Einzelbehandlungen dauern in der Regel 50 Minuten, Gruppentherapien 100 Minuten. Werden Kinder und Jugendliche behandelt, kann es hilfreich und sogar notwendig sein, Bezugspersonen aus dem familiären und sozialen Umfeld miteinzubeziehen. In bestimmten Fällen ist es dann auch sinnvoll, mit diesen zusätzliche therapeutische Gespräche zu führen.
Grundvoraussetzung dafür, dass eine Psychotherapie gelingen kann, ist eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Patient und Therapeut. Ebenso wichtig ist die Klärung der Frage, ob das geplante psychotherapeutische Verfahren überhaupt den Erwartungen des Patienten entspricht. Trifft beides zu, dann bietet die Psychotherapie eine erfolgversprechende Möglichkeit, das eigene Erleben und Verhalten, aber auch Beziehungserfahrungen im geschützten Rahmen zu besprechen und zu überdenken – und dadurch Veränderungen zu versuchen und herbeizuführen.

Behandlung von Kindern und Jugendlichen


Die Analytische und tiefenpsychologisch fundierte Kinder- und Jugendlichen Psychotherapie sind Therapieverfahren auf der Grundlage der Psychoanalyse. Sie gehen davon aus, dass seelisch bedingte Erkrankungen auf einen ungelösten bewussten oder unbewussten seelischen Konflikt hinweisen.
Veränderungen des bisherigen Gleichgewichts einer Familie durch Krankheit, Wohnortwechsel, Trennung und Verlust oder Neuzusammensetzungen der Familie sind für die betroffenen Kindern Ereignisse, die zu ihrer Verarbeitung Zeit brauchen und seelische Konflikte entstehen lassen können. Dies gilt im gleichen Masse für das Erleben seelischer, körperlicher und sexueller Gewalt.
Nicht immer sind es äußere Konflikte, sondern auch unvermeidlich anstehende psychische Entwicklungsschritte wie Individualisierung, Eintritt in Kindergarten und Schule, Pubertät, Eintritt ins Erwachsenenalter, die als schwer bewältig bare Entwicklungsaufgaben erlebt werden.
In seelischen und psychosomatischen Störungen zeigen sich Bewältigungsstrategien, die sich destruktiv auswirken – nach innen wie nach außen. Symptome als Zeichen von ungelösten Konflikten könne nicht einfach „wegtherapiert“ werden, aber sie können sich auflösen, wenn sie in ihrer Funktion als Protest und al Hilferuf verstanden und die zugrundeliegenden Konflikte erkannt und bearbeite worden sind.
Eine Therapie gelingt umso mehr, als sich im Verlauf der Behandlung zwischen Kind oder jugendlichen, dem Therapeuten/der Therapeutin und den Eltern/Bezugspersonen eine vertrauensvolle Beziehung entwickeln kann. Analytische und tiefenpsychologisch fundiert arbeitende TherapeutenInnen nutzen in der Behandlungssituation ihre Wahrnehmung und ihr Verständnis für Beziehungen und deren Störungen.
Hierbei ist die verbale Kommunikation wichtig, aber nicht ausschließlich notwendig. Freies Spiel, Zeichnungen und das verhalten eröffnen dem/r TherapeutenInnen die innere und äußere Welt des Kindes, des Jugendlichen.
Durch die Anwendung von tiefenpsychologischen/analytischen Behandlungstechniken kann der/die Therapeutin bei der Verarbeitung der inneren Konflikte helfen. So kann ein Entwicklungsrückstand, ein belastendes Erlebnis nachholend bearbeitet und Heilung ermöglicht werden.
Regelmäßige Gespräche mit Eltern und/oder anderen Bezugspersonen sind wichtig für den Erfolg der Therapie.